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"Zum Geburtstag wünsche ich mir Spielgeld für mein Hobby." Das war meine Botschaft an alle, die ich zu meinem 35. Geburtstag eingeladen hatte. Und als ich dann am nächsten Morgen leicht verkatert in die Spardose schaute, traf ich eine Entscheidung:

Nach den Erfahrungen im letzten Jahr wusste ich, dass mir das neue Hobby tatsächlich Spaß machte. Und dass ich mehr heile als kaputt gemacht habe, sprach auch dafür, weiter zu machen. Aber mit den kleinen Reparaturen, die Udo am Leben hielten und etwas aufpeppten, war ich nun am Ende. Bisher konnte ich auch behaupten, dass ich die Euros, die in der Duo steckten, bei einem Verkauf wieder herausholen konnte. Jetzt weiter zu machen hieße also auch, Geld hinein zu stecken, das selbst bei einem Verkauf wohl nicht mehr herauskommen würde. Eine Entscheidung stand an und fiel:

Jetzt-geht´s-richtig-los!

 

 

 

In der Zeit zwischen meinem Geburtstag und dem 27.7. habe ich mich getraut, alles "kaputt" zu machen. Den Motor ausgenommen zerlegte ich die Duo bis auf die letzte Schraube.

Zu Beginn natürlich die großen Blechteile. Die waren relativ schnell abgeschraubt.

Die Schraubensets legte ich fein säuberlich zusammen mit einem beschriftetet Zettelchen, wo sie später wieder hingehörten. Ein ganz schönes Sammelsurium unterschiedlichster Schraubenarten und -zuständen bot sich mir da. Ob das irgendwie auch schöner geht...?

     

 

 

 

Als nächstes waren die Bowdenzüge dran. So furchtbar viele gibt es ja bei der Duo nicht, aber dennoch wurden diese mit kleinen Fähnchen versehen, auf denen stand, welchen Zug man gerade in der Hand hält. Ich konnte ja schließlich nicht wissen, ob ich 1/2 oder 3 Jahre brauchen werde, bis ich die wieder einbaue..

     

Die elektrischen Leitungen (oh-oh!) beschriftete ich ebenfalls und brachte mich dabei manchmal selbst zum schmunzeln, was ich mir da aufschrieb. Aber es sollte ja nachher alles wieder zusammenpassen. Manche Kabel klebten schon richtig am Lack fest und unter manchen Kabeln schien gar nicht lackiert worden zu sein. Sehr aufschlussreich ;)

Das bisschen Technik räumte ich fein säuberlich bei Seite, schließlich funktionierten die Teile ja trotz des teilweise recht ollen Aussehens noch.

 

 

 

Im Detail kann man viele ärgerliche Fehler machen. Und wenn ich beim Zusammenbau der Duo solch ärgerliche Fehler mache und diese sich dann mit wahnsinnigen 55km/h auf einsamen Waldwegen rächen, dann könnte ich mir das nie verzeihen!

Deshalb habe ich sehr genau dokumentiert, wo und wie welches Lager und welches Kleinteil hingehört. Beim späteren Zusammenbau waren die Fotos echt Gold wert!!

Ein Beispiel seht ihr hier (ist übrigens der Schalthebel):

  

  

  

 

 

 

Die Scheibe habe ich erst einmal mit Rahmen und Windblech zusammen bei Seite gestellt. Als ich dann nichts mehr zum auseinanderbauen hatte, habe ich auch die in Angriff genommen.

Der Ausbau war etwas knifflig, weil ich natürlich mit der Scheibe sehr vorsichtig sein wollte - eine Wiederbeschaffung könnte teuer und knifflig werden...

Zum Glück konnte ich mir vorher den Aufbau der Scheibenpartie im WWW ansehen, und so waren auch diese Teile relativ schnell auseinandergebaut. Die Scheibe wanderte in den Keller - schön plan auf eine Pappe, damit ich sie auch ja nicht kaputt lagere..

Was da sonst noch zum Vorschein kam zeigte mir, dass der Vorbesitzer die Wahrheit gesagt hatte, was die lange Standzeit (8 Jahre) Udos betraf:

Hier hatten sich Schlupfwespen ein schönes, ruhiges Zuhause eingerichtet.

Aber auch sonst wurde deutlich, dass hier in ein paar neue Winkel, Schrauben und vor allem in ein neues Scheibengummi investiert werden musste:

  

Ein kleiner Zeitsprung - gerade heute (5.12.15) habe ich die neue Scheibe verbaut. Natürlich mit neuen Winkeln, Edelstahlschrauben und einem neuen Scheibengummi.

 

 

 

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