logotype

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, weil man es kaum sieht! Es war wirklich nicht schwierig, den Kabelbaum selbst zu machen und als netten Nebeneffekt kenne ich mich jetzt wirklich aus mit der Elektrik! Ich versteh datt nu :)

Hier mal ein kleiner Vergleich zum Zustand vor der Restauration:

Vorher                                                                                                Nachher

  

 

 

  

   

Hier muss ich nochmal ran, das gefällt mir so noch nicht. Mal schauen, was mir einfällt, um den Kabelwirrwarr zu kaschieren.

  

  

Hier die 12V-Batterie, die mit einem Bügel am Wegrutschen gehindert wird. Die Sicherung ist nicht mehr in einer Extra-Dose, sondern in dem kleinen, schwarzen Schraubbehälter".

Ach ja, die Sicherung...

 

 

 

Nachdem die Elektrik endlich angeschlossen war, kam der große Moment:

Als letztes msste noch die Sicherung einlegen und dann durfte der frisch lackierte, neue Zündschlüssel seine Arbeit das erste Mal verrichten.

 

Im Volksmund heißt das Geräusch wohl "FITSCH". Die neue Sicherung war hin. Zweiter Versuch. "FITSCH".

Noch einmal alle Massepunkte unter die Lupe genommen, noch einmal alle Verbindungsstellen und Kabelschuhe angesehen. Dritter Versuch. "FITSCH".

Dann das Internet angeschmissen und mit Fragen zur Sicherung gefüttert. Ich konnte lernen, dass zuerst das +-Kabel und dann erst das --Kabel an die Batterie angeschlossen werden sollte. "FITSCH". Das hatte ich mir auch irgendwie schon gedacht.

Nachdem ich (noch) ein wenig mehr geschimpft hatte und auch an mir selber gezweifelt hatte und mit dem fünften "FITSCH" (die "FITSCHs" wurden gefühlt immer lauter!) belohnt wurde, schaute ich noch einmal in diverse fantastische Foren für alle Ossi-Moped-Begeisterten.

Die drei Schrauben unter der Zündschlossblende könnten es noch sein. Diese drei winzigen Schräubchen, die das Zündschloss am Armaturenbrett festhalten. Diese drei winzigen Schräubchen habe ich auch ausgetauscht. Durch etwas längere Edelstahlschrauben. Und dadurch, dass diese etwas länger waren, als die originalen winzigen Schräubchen, gab es eine Masseverbindung, die nicht hätte sein dürfen. Also die drei originalen Schrauben wieder rausgekramt und siehe da:

kein "FITSCH" mehr, sondern "Licht an"! Großartig! Hell! Geil! Absolut die Mühe wert! Alle "FITSCHs" vergessen!

  

 

 

 

Leider habe ich eins der seltenen Duo, an dem die normalen Federbeine, also die mit 34cm Lochabstand, nicht richtig passen. Besonders, wenn die Kette neu ist, schleift sie am oberen Teil der Schwinge. Weil ich vor der Komplettrestauration eine neue Kette aufgezogen hatte, wusste ich, dass kürzere Federbeine nötig waren.

Natürlich habe ich zuerst versucht, kürzere Federbeine in der Bucht zu bekommen, aber mir wurde schnell klar, dass das nur eine schlechte Lösung sein würde. Die Federbeine des Duo hatten nämlich unter anderem dickere Federn.

Letztendlich bin ich bei der Firma http://www.stossdaempfer-schwarz.de/ gelandet. Der Telefonkontakt war sehr nett und kompetent und außerdem auch sehr kulant. Ich habe meine Bedenken geäußert, dass ich unbrauchbare kurze Federbeine bekomme, falls das Kettenproblem nicht gelöst werden kann, worauf mir zugesichert wurde, dass sie diese dann auch zurücknehmen würden! WOW. Wo hört man noch so etwas?

Direkt 4x bestellt und eingebaut, als sie wenig später hier landeten. Passten wunderbar und das Kettenproblem war verschwunden.

Hier sieht man den deutlichen Unterschied zwischen alt 34,5 und neu 30,5 (glaube ich). 

 

 

 

Ja genau. Schlauchbootfarbe. Genauer: Veneziani Gummipaint Schlauchbootfarbe in weiß.

Drei Wochen nachdem ich entschieden habe, dass Udo ganz auseinandergebaut wird, habe ich Schlauchbootfarbe bestellt, weil ich gerne Weißwandreifen haben wollte. Ich hatte da so ein Bild vor Augen... :)

Im Internet gibt es grob zwei Lager bzgl. dieser "Pfuscherei". Die einen sagen, dass die Farbe abblättert, gelblich wird und dann blöde aussieht, die anderen sagen, dass es eine lohnenswerte und günstige Alternative zu echten, teuren Weißwandreifen ist.

Jetzt (es ist mittlerweile April `16), gehöre ich eindeutig (noch immer?) zu den Letzteren. Ich würde/werde es wieder tun und kann es sogar mit der restlichen Farbe, denn es ist viel übrig geblieben!

  

und hier noch einmal eingebaut:

  

 

 

 

Das Dachgestell war mir schon von Beginn an ein Dorn im Auge. Nix gegen die Konstrukteure der ehemaligen DDR, aber dieses wabbelige, dünne Dachgestell ist echt keine Augenweide. Außerdem geht das Cabrio-Feeling auch ohne Verdeck damit ziemlich verloren. Also habe ich es hübsch mit restauriert und dann erst einmal abgestellt. Geplant war ein klappbares Verdeck.

Einige Nachteile gab es nun aber:

1. Das Fahren ohne Helm ist offiziell nur erlaubt, wenn dieser *räusper* "Überrollbügel" montiert ist.

2. Die Frontscheibe, die ohnehin eine sehr wacklige Angelegenheit ist, verliert vollends die Stabilität und rappelt während der Fahrt schon ordentlich. Eigentlich ist man ständig versucht, das Ding festzuhalten.

3. Was, wenn es regnet? Ein kaufbares Klappverdeck gibt es nicht.

 

Punkt 1 hat Alex ganz schnell gelöst. Ich bekam einen schönen Helm geschenkt :)

Punkt 2 konnte ich recht schnell lösen, weil mir ähnliche Konstruktionen schon im Schwalbennest und Co aufgefallen sind. Ein Stahlrundrohr, ein Hammer, eine Säge, eine Bohrmaschine, einen Schraubstock und ein Gewindeschneider und schon kann man sich folgende Konstruktion leicht selber bauen:

  

 

Auf der gegenüberliegenden Tankseite liegt der einfachste Befestigungspunkt direkt über der Tankbefestigung. Dazu muss lediglich eine Kurve gebogen werden, um auch um den Tank Drumherum zu kommen. Nicht schwer..

 

 

 

2017  www.heerlichedinge.de  globbers joomla templates