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Dank der Duo-Freunde Lippe-Detmold wusste ich jetzt, wie so ein Klappverdeck funktionieren kann und was ich dafür brauche. Nachdem das Scheibendilemma gelöst war, machte ich mich daran, es zu realisieren. Letztendlich ist daraus eine eigene Lösung geworden, die aber auf den Ideen aus Detmold gewachsen ist.

Mein Ziel war es, ein Klappverdeck zu konstruieren, das mit dem vorhandenen Verdeck funktioniert. Ich wollte weder an dem Verdeck herumschnibbeln, noch irgendwelche zusätzlichen Löcher in den wertvollen Duo-Panzer oder -Rahmen bohren. Die Lösung sah so aus:

     

Im aufgebautem Zustand kann man erkennen, dass die Spannung des Verdecks gegenüber der Spannung mit dem originalen Gestell etwas nachgelassen hat. Allerdings sitzt das Verdeck dennoch ganz ordentlich. Auf den Fotos hier sind noch keine Armlehnen montiert, an denen ja das Verdeck auch seitlich noch fixiert werden wird.

      

Den Winkel habe ich mir selber zurechtgebogen und von unten mit Klebeband beklebt, damit er nicht am Lack "schubbert". Mit einer 8er-Schraube, Unterlegscheiben und einer (hier noch nicht benutzten) Stoppmutter entsteht so ein Gelenk für die drei Rohre, die ich dem Abstand der Stangen des originalen Gestells angepasst habe. Die Einsteckhülsen unten habe ich mir aus einem Rohr selber zurechtgebastelt. Als davon eine nach viel Fummelei fertig war, gingen die anderen ganz gut von der Hand. Die Verbindungsstücke sind Stücke aus Kupferrohr aus der Sanitärabteilung im Baumarkt. Fixiert habe ich die Teile jeweils mit kleinen Schrauben, nachdem ich ein Gewinde in die Stangen geschnitten habe. Nicht so schön, aber kann ja noch werden, mal sehen.

     

Hier sieht man, wie Gurtband (hat Alex mir vom Stoffmarkt mitgebracht) durch eine Öse an der vorhandenen Gestellbefestigung hinten anfängt, sich oberhalb der neuen Rohre herzieht (hier noch provisorisch mit Nylonschnur befestigt), und vorne am Scheibenrahmen an der vorhandenen M5-Schraube endet. Auf dem ersten Bild sieht man außerdem unten noch das kurze Gurtband mit Karabiner, mit dem das Verdeck im zusammengerollten Zustand fixiert wird.

     

Im eingeklappten Zustand, also so, wie ich eigentlich die meiste Zeit fahre, sieht es jetzt ganz schick aus, finde ich. Das Verdeck ordentlich zusammenzurollen und mit dem kurzen Gurtband und dem oberen Stück des "Verdeckgurtbands" zu fixieren, brauchte erst einmal etwas Übung. Jetzt funktioniert das aber relativ schnell. Deutschlands Regenschauer können kommen :)

Eine Kleinigkeit, die mich gestört hat, als ich das Klappverdeck geplant habe, war, dass die hinteren beiden Rohre im zusammengeklappten Zustand sehr weit nach hinten überstanden. Wenn man dann das Verdeck um die Stangen gewickelt hatte, sah es irgendwie ziemlich überdimensioniert aus und passte nicht mehr zum kleinen Duo. Um diesem Problem Herr zu werden, bestehen die zwei hinteren Verdeckstangen aus zwei ineinanderschiebbaren Rohren. Im eingeklappten Zustand werden diese durch das Ineinanderschieben wesentlich kürzer. Im ausgeklappten Zustand hindert man die Stangen mit einem kleinen Stift, das in ein Loch durch beide Stangen geht, am zusammenrutschen. Funktioniert bisher einwandfrei.

Leider entsteht hier immer wieder etwas Flugrost - mal sehen, was man da machen kann. Vielleicht etwas einfetten, wo geschoben wird und den Teil, der nicht eingeschoben wird noch schwarz lackieren.. hmm..

 

 

 

Ein milder Winter, schönes Wetter, ein Stündchen freie Zeit...

Bei einer kleinen Ausfahrt durchs schöne Winterscheid habe ich heute einen Seniorenkollegen getroffen.

  

 ...die zwei haben sich blendend verstanden :)

 

  

Ohne Werkzeug und einige Ersatzteile traue ich mich nur sehr ungern mit Udo auf die Straße. Eigentlich brauchte ich bisher nie mehr als Kleinigkeiten, aber man weiß ja nie bei einem so alten Schätzchen. Das Problem war bisher nur, dass es keinen Platz dafür gab. Zwei kleine Taschen hatte ich zwar hinten an die Rücklehne getackert, aber der Platz war doch nicht wirklich befriedigend.

Im April habe ich es dann in Angriff genommen, der Platznot ein Ende zu bereiten:

In verschiedenen Foren stößt man immer wieder auf dieses Thema und auch auf einige interessante Lösungen. Die günstige Alternative, die sich anbietet, besteht aus einer rechteckigen Mörtelkiste. Es hat genau die richtigen Maße und kann einfach zugeschnitten werden. So ein Ding habe ich mir für ein paar Euro fuffzig besorgt und wollte es nach dem auslüften (das Teil stank vielleicht!) auch einbauen. Ist nie was draus geworden - das Tel findet immer wieder Verwendung im Garten :)

Dann kann man natürlich aus Riffelblech und aus Stahlstangen und so einen Kofferraum schweißen - wenn man`s kann. Ich kann`s nicht.

Eine Lösung kam mir dann unter, die ich dann umgesetzt habe, weil man nicht viel an der Duo verändern muss. Lediglich 6 Löcher musste ich bohren - das tat allerdings auch schon weh :/

Zwei Winkelleisten aus Alu habe ich zugeschnitten und diese verlängern die Sitzbank nach hinten zur Falz des Heckblechs jetzt. Jeweils mit einer Schraube vorne und hinten befestigt macht das ganze schon einen recht stabilen Eindruck. Ein Stück Metall habe ich hinten in der Mitte des Sitzgestells so befestigt, dass die Hälfte als Ablage nach hinten dienen kann. Auf diese Konstruktion, also hinten die Falz, Seitlich die Winkelleisten und nach vorne das Stück Metall dienen als Ablage für eine Sperrholzplatte von 6mm. Die Seitenteile habe ich so zugeschnitten, dass die Federstäbe sich gut nach oben und unten bewegen können und den Kofferraum nach links und rechts begrenzen. Die Teile miteinander verbinden und die Seitenteile mit Kabelbinder an den Rahmen zurren und tadaah: fertig zum beziehen mit Teppich ausm Baumarkt.

Leider habe ich vergessen, zwischendurch Fotos zu machen, aber hier trotzdem das Ergebnis:

       

 

 

Schon lange hatte ich in den rechten Seitenpanzer ein kleines Fach konstruiert, in das die wichtigsten Dinge herein können. Sperrholz, Winkel und zum befestigen Kabelbinder - etwas fummelig, aber nicht weiter schwierig.

Jetzt wurde es neu mit Teppich bezogen und dabei noch einmal fotografiert. Die rechte "Pappe", die von innen das Seitenteil verschließt, habe ich so abgeändert, damit das Fach auch zugänglich ist, jedoch auch wieder verschlossen werden kann - Fotos folgen.

  

 

 

 

Vor der Komplettzerlegung hatte Udo noch ziemlich viel Sprit im Tank. Und ganz zu Beginn meiner Simson-Euphorie hatte ich Zweitakter-Öl von der Tanke gekauft und fröhliche Mischerei betrieben. Das war während der Einfahrphase des neuen Zylinders und deshalb mischte ich auch 1:33. (Übrigens eine gute Beschreibung, wie man einen neuen Kolben an seinen Zylinder gewöhnt, ist auf der Seite der Simsonklinik zu finden.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Das restliche, gepanschte Gemisch habe ich im April verblasen. Eine ordentliche Rauchwolke hinter mir herziehend und auf ein wenig Leistung verzichtend. Irgendwann war dann der alte Schmodder ausm Tank und ich konnte frisches 1:50-Gemisch tanken. Natürlich folge ich der Empfehlung von Simson Suhl:  „Nimmt von Minol das Addinol das Öl mit dem Pirol“ und siehe da, das Möp fährt sich tatsächlich besser - eigentlich nicht verwunderlich, wenn wir nur Fertig-Pizza in uns reinstopfen, werden wir auch nicht fitter..

 

 

 

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